Schöne Beine ohne Besenreiser

Blaue Äderchen: Anzeichen für eine Venenerkrankung

Nicht nur zur Bikinisaison ein ungesehener Gast: Besenreiser sind bläulich schimmernde erweiterte Venen, die sich in netzartigen Aderstrukturen fortführen, die zumeist an der Außen- und Vorderseite der Oberschenkel, der Außenseite der Unterschenkel und auch der Innenseite der Knie auftreten. Bei den Betroffenen werden sie zunächst als kosmetischer Schönheitsmakel aufgefasst. Dabei sind sie mehr als das: nämlich ein erstes, sichtbares Anzeichen für ein in der Entstehung befindliches Venenleiden und eine leichte Form von Krampfadern.

Ursachen für Besenreiser

Unter Problemen mit den Venen leidet in Deutschland jede fünfte Frau und jeder sechste Mann, das sind insgesamt über 16 Millionen Menschen. Die Ursache für eine Venenerkrankung liegt in den meisten Fällen in einer genetisch vererbten Bindegewebs- oder Venenwandschwäche, die durch zusätzliche Risikofaktoren wie Übergewicht und mangelnde Bewegung, gefördert werden. Bei einer Venenschwäche ist der Blutrückfluss aufgrund dieser Faktoren in den tieferliegenden Beinvenen gestört, was, bei Nicht-Behandlung, weitreichende Probleme mit sich bringt. Die Veneninnenwände sind aufgrund der Bindegewebsschwäche deutlich weicher und „leiern“ förmlich aus. Dabei wird das Blut nicht optimal weiterbefördert und versackt richtiggehend in den Bahnen. Dieser Veränderungen geschehen häufig unbemerkt und über Jahre hinweg. Therapeutische Maßnahmen bei veränderten Venen werden meist erst dann eingeleitet, wenn die Durchblutungsstörung auch optisch, eben durch Besenreiser (Besenreiservarizen / Besenreiservarikosis), zu Tage tritt.

Das sind die ersten Indizien für ein Venenleiden

  • Müde, schwere Beine nach langer sitzender oder stehender Tätigkeit
  • Spannungsgefühle und Ödeme (Wassereinlagerungen) in den Beinen

Symptome und Diagnose von Besenreisern

Besenreiser sind rötliche bis bläulich schimmernde Adernetze, die sowohl an den Ober- und Unterschenkeln als auch den Knien und Knöcheln in Erscheinung treten. Es handelt sich bei ihnen um eine Form von Krampfadern und lt. CEAP-Klassifikation um das erste Stadium einer Venenerkrankung, die den Betroffenen jedoch keine Schmerzen bereiten. Besenreiser gelten als unbedenklich und müssen auch nicht entfernt werden. Dennoch sollten sie im Hinblick auf ein evtl. Fortschreiten einer Venenerkrankung in regelmäßigen Abständen von einem Facharzt (Phlebologe) untersucht werden.

Was hilft gegen Besenreiser?

Eine Behandlung und Entfernung von Besenreisern an den Beinen erfolgt zumeist aus kosmetischen Gründen. Unter anderem werden Methoden der medikamentösen Verödung (Sklerose), eine mehrmalige Lasertherapie oder auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen (auch in Kombination) angewandt. Das akute Stadium lässt sich mit diesen Schritten eingrenzen, jedoch hält es den allgemeinen Fortschritt der Venenerkrankung nicht auf.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Besenreiser

Die Bildung von Besenreisern ist in den meisten Fällen genetisch veranlagt und lässt sich nicht verhindern. Dennoch kann die Venengesundheit mit entsprechenden Maßnahmen gefördert werden:

  • Walking, leichtes Joggen oder Wandern
  • Ausgewogene Ernährung (Meidung von Alkohol, Nikotin)
  • Gezielte, regelmäßige Venengymnastik

Grundsätzlich gilt: Bewegung tut nicht nur gut, sondern ist die beste Vorsorge, um die Venen-Muskelpumpe, die für den Transport des Blutes in den tieferliegenden Beinvenen verantwortlich ist, zu aktivieren und flexibel zu halten.