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High Heels: Auslöser für Besenreiser, Krampfadern und Co.?

Venengesundheit und schöne Beine – das sollten Sie beachten

Hohe Schuhe sind der Inbegriff der Weiblichkeit. Es gibt sie in unzähligen Designs und mit den verschiedensten Absätzen, sie verlängern die Beine optisch, sorgen für eine gerade und körperbetonte Haltung und auch für das ein oder andere leere Konto. Aber: High Heels sind leider auch dafür bekannt, dass sie sich auf Dauer nicht nur negativ auf die Gelenke, Muskeln und Sehnen des gesamten Bewegungsapparates, sondern langfristig auch auf die Venengesundheit auswirken können.

Was sagt die Forschung zum Thema „High Heels“ und Venengesundheit?

Ärzte betrachten hohe Schuhe trotz ihrer ästhetischen Außenwirkung kritisch. In medizinischen Kreisen werden die potenziellen Auswirkungen auf die Fußgesundheit beim Tragen von High Heels seit mehr als 50 Jahren untersucht. Im Jahre 2001 erklärte ein amerikanischer Podologe das Tragen von Schuhen allgemeinhin zur Ursache vielfältiger Fußstörungen. Ein weiterer Bericht aus dem Jahr 2014 widmete sich im Speziellen dem Thema „High Heels“. Im Fazit besagte dieser, dass das Tragen von hohen Schuhen signifikante und langfristige Veränderungen des gesamten Gangapparates nach sich ziehen kann, die sich von den Zehen bis über die gesamte Wirbelsäule erstrecken können.

Tatsache ist, dass Frauen besonders häufig an schmerzhaften Erkrankungen des muskulären und knöchernen Bewegungsapparates, wie z. B. einem Hallux valgus (HV, Ballenzeh) oder einer Osteoarthritis (OA) leiden. Aber nicht nur die Knochen, Muskeln und Sehnen sind betroffen: Im Jahre 2012 führte eine Gruppe britischer Mediziner eine Studie an Frauen mit einem Durchschnittsalter von rund 26 Jahren durch, die speziell die Auswirkungen des Tragens hoher Schuhe auf das Venensystem in den Beinen näher beleuchten sollte.

Warum sind High Heels schädlich für die Beinvenen?

Die Venen befördern sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen, um es wieder in den Lungenkreislauf zu transportieren. Besonders Beinvenen müssen dabei schwerer arbeiten als andere, da sie das Blut entgegen der Schwerkraft transportieren. Wechselnde An- und Entspannung der Fuß- und Beinmuskulatur, die durch das Abrollen des Fußes beim Gehen entstehen, üben wie eine zusätzliche Pumpe Druck auf die Gefäßwände aus und unterstützen die Venen so auf natürliche Weise.

Beim Tragen von High Heels hingegen nimmt der Fuß eine stark nach vorn gestreckte, unnatürliche Haltung ein und kann so nicht mehr die nötigen Muskelkontraktionen auslösen. Das kann sich auf längere Zeit negativ bemerkbar machen: Fehlt den Venen die wichtige Unterstützungsleistung der Wadenmuskulatur, weiten sie sich aus. Die Venenpumpe kann nicht richtig arbeiten, es kommt zu einem Blutstau in den Beinen, der im weiteren Verlauf für die Entstehung von einer Varikose , die sich in Form von Besenreisern und Krampfadern an den Beinen bemerkbar macht. Besonders Plateauschuhe und Stilettos mit Absätzen von ca. 7 cm aufwärts begünstigen, werden sie täglich getragen, die Entstehung einer Varikose.

Erste Beschwerden beim Tragen von Highheels

Wer nur gelegentlich High Heels anzieht, muss keine gesundheitlichen Folgeschäden befürchten. Wer jedoch häufig oder gar täglich über viele Stunden hinweg hohe Schuhe trägt, wird jedoch mit der Zeit unangenehme Begleiterscheinungen feststellen. In den meisten Fällen schmerzen zuerst die Gelenke in den Zehen, Füßen und Knien bis hoch zur Hüfte. Ebenso fühlen sich die Muskulatur und besonders die Achillessehne aufgrund der künstlichen Verkürzung durch das Gehen auf den Zehenspitzen beansprucht und wollen nach einem langen Tag gründlich gelockert und massiert werden. Muskelkrämpfe, müde, schwere Beine am Abend oder bei wärmeren Temperaturen im Sommer sind vielen High Heels-Trägerinnen vertraut und lassen auf ebenso müde Venen schließen. In den meisten Fällen reicht es zwar schon, die Beine hoch zu lagern oder Wechselduschen vorzunehmen, treten diese Symptome häufiger auf oder werden von Druckgefühlen, roten Flecken oder gar heißen, verhärteten Stellen an den Beinen begleitet, ist es höchste Zeit, die hohen Schuhe in den Schrank zu stellen und einen Arzt zu konsultieren.

Der beste Ansprechpartner für Venenprobleme ist idealerweise ein Phlebologe (Venenfacharzt), der die Venenfunktion gründlich untersucht und die passenden Behandlungsmaßnahmen einleitet. Viele Orthopäden behandeln Patienten, die unter knöchernen Veränderungen am Fuß leiden: ob Spreiz- und Senkfuß, der sogenannte Ballenzeh (Hallux valgus) oder auch Schleimbeutelentzündungen und Arthrosen an den Zehengrundgelenken – dies alles sind Auswirkungen einer langfristigen Fehlbelastung der Füße aufgrund des Tragens von hohen Schuhen.

High Heels um jeden Preis?

Hohe Schuhe sind das Symbol für Weiblichkeit, Anmut und Schönheit. Ihren Ruf als „Fußkiller“ werden sie jedoch nicht los. Schließlich wird die anatomische Form der Füße in der Gestaltung von High Heels konsequent ignoriert. Wer trotzdem nicht gänzlich auf das modische Schuhwerk verzichten möchte, dem seien folgende Tipps ans Herz, bzw. an den Fuß, gelegt. Sie möchten mehr über das Thema „Venengesundheit“ erfahren? Dann werden Sie in unserem Venenratgeber bestimmt fündig.

Diese Tipps halten die Venen fit – trotz hochhackiger Schuhe

  • Tragen Sie hohe Absätze nur wenige Stunden am Tag oder bei besonderen Anlässen
  • Bei 4 cm ist Schluss – Wer seine Füße und Venen schonen möchte, der kann auf Schuhe ausweichen, deren Absatz nicht höher als 4 cm ist
  • Öfter mal die Beine hochlegen: Langes Stehen und Gehen auf hohen Schuhen ist belastend für die Beinvenen
  • Unterstützen Sie das Bindegewebe von außen: spezielle, leichte Mikrofaser-Kompressionsstrümpfe stabilisieren die Gefäßwände
  • Sorgen Sie für Ausgleich: kurze Venenübungen für zwischendurch oder regelmäßiger, venenschonender Sport helfen müden Venen wieder auf die Sprünge
  • Packen Sie ein zweites Paar Schuhe ein: Leichte Turnschuhe sind eine Wohltat für beanspruchte Füße
  • Laufen Sie so oft wie möglich barfuß: Das fördert die Durchblutung der Fußmuskulatur und der Venen-Muskelpumpe und massiert die Fußsohlen gleichzeitig

Pflichttexte

Venostasin® retard
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz) bei Erwachsenen, z. B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Ödeme.

Venostasin®-Creme
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Venostasin®-Gel Aescin
Wirkstoff: Aescin
Anwendungsgebiete: Traditionelles Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Klinge Pharma GmbH, Bergfeldstraße 9, 83607 Holzkirchen