Ödeme in der Schwangerschaft

Wassereinlagerungen: Begleiterscheinung bei Schwangeren

Bereits während einer Schwangerschaft vollbringen Mütter wahre Höchstleistungen. Während das ungeborene Kind im Mutterleib heranwächst, sind besonders das Bindegewebe und die Venen einer erhöhten Beanspruchung ausgesetzt: unangenehm spannenden Wassereinlagerungen (Ödeme) in beiden Beinen, den Knöcheln oder auch Fingern kommen bei schwangeren Frauen häufiger vor, stellen jedoch meist keine Gefahr für Mutter und Kind dar.

Ödeme in der Schwangerschaft sind normal

Man hat es manchmal nicht leicht als werdende Mama, auch wenn die Vorfreude auf das Baby groß ist. Im fortgeschrittenen Stadium einer Schwangerschaft muss der Körper, einhergehend mit dem wachsenden Bauch, viel leisten. Wassereinlagerungen treten bei 8 von 10 Schwangeren überwiegend in den Füßen, Beinen, sowie den Armen (häufig: geschwollene Finger) auf, seltener im Gesicht. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge: Ödeme gehören für viele Schwangere zum Alltag, besonders im 3. Trimester.

Wie entstehen Wassereinlagerungen?

Wasser im Gewebe sorgt für Schwellungen

Gewebsflüssigkeit verteilt sich normalerweise im gesamten Körper. Während einer Schwangerschaft kann es aber auch vorkommen, dass es zu unterschiedlich stark ausgeprägten Schwellungen in den Beinen, Fußknöcheln, den Füßen und Fingern kommt. Die schwangerschaftsspezifischen Ödeme fühlen sich zwar unangenehm an, nehmen jedoch nach der Entbindung signifikant ab.

Erhöhtes Blutvolumen sichert die Versorgung des Babys

Während einer Schwangerschaft besteht ein erhöhter Blutbedarf für Mutter und Kind, die Venen sind hierdurch häufig überfordert. Die ausreichende Versorgung des Babys mit Flüssigkeit und wichtigen Mineralien muss sichergestellt werden, hierfür speichern die Nieren überwiegend Wasser und Natrium ein. Was einen lebenswichtigen Zweck erfüllt, ist jedoch Schwerstarbeit für das Venensystem: das erhöhte Blutvolumen muss schließlich aus den Beinen entgegen der Schwerkraft zum Herzen zurück transportiert werden.

Erschwerter Blutrückfluss strapaziert die Venen

Je größer der Bauch, desto schwerer haben es die Venen. Die sich ausweitende Gebärmutter verdrängt nicht nur die inneren Organe im Bauchraum der Mutter, sondern übt zudem einen hohen Druck auf die Beckenvenen aus. Hierbei wird die große untere Hohlvene auf der rechten Körperseite in Mitleidenschaft gezogen. Die Beine schwellen an und überschüssiges Wasser wird nun vermehrt im Gewebe eingelagert.

Hormonelle Veränderungen begünstigen Ödeme

Warum Schwangere von Wassereinlagerungen in den Extremitäten betroffen sind, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Eine Ursache wird z. B. in der verstärkten Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Progesteron während einer Schwangerschaft gesehen: dieses ist für eine Lockerung des Bindegewebes verantwortlich. Ein weiterer, negativer Effekt von verstärkt auftretenden Wassereinlagerungen ist leider auch die langfristige Bildung von Besenreisern und auch Krampfadern in den Beinen.

Wann verschwindet das Wasser in den Beinen?

Besonders das letzte Trimester wird für Schwangere oft zur Belastungsprobe: die Füße werden dick, die Schuhe passen nicht mehr und ein allgemeines Unwohlsein wird zum Dauerbegleiter. Glücklicherweise ist der Spuk nach der Entbindung für viele Mütter wieder vorbei: Die überschüssige Flüssigkeit wird nach der Geburt ganz natürlich aus dem Gewebe ausgeleitet. Dafür sorgt der Körper ganz von allein.

Wann sollten Schwangere mit Wassereinlagerungen zum Arzt?

Wenn die unangenehmen Ödeme über einen längeren Zeitraum bestehen und sich die Schwangere damit sehr unwohl fühlt, sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Treten die Schwellungen im Gewebe bereits vor der 24. Schwangerschaftswoche auf oder erscheinen plötzlich und ganzkörperlich, können sie auf eine Präeklampsie hindeuten. Ein wichtiges Indiz für diese Schwangerschaftsgestose ist eine erhöhte Eiweißausscheidung. Diese wird per Urinprobe ermittelt. Gehen die Beschwerden mit Bluthochdruck, Schwindelgefühlen und Kopfschmerzen, Ohrensausen oder gar Augenflimmern einher, muss umgehend ein Arzt konsultiert werden. Eine zeitnahe Behandlung ist lebenswichtig, da die Präeklampsie unbehandelt schwere Komplikationen herbeiführen kann – sowohl bei der Mutter als auch beim ungeborenen Kind.

Tipps gegen Ödeme in der Schwangerschaft

  • Eine vollwertige Ernährung und die Aufnahme von mindestens 2 Litern Flüssigkeit am Tag (idealerweise: Wasser und Früchte- und Kräutertees) mindert das Ödemrisiko. Aber Vorsicht: Verzichten Sie auf entwässernde Nahrungsmittel, diese belasten den Kreislauf zusätzlich.
  • Bequeme Schuhe und lockere Kleidung tragen zu Ihrem Wohlgefühl bei.
  • Das tut gut: Einfach mal die Beine hochlegen. Und wenn das die Beschwerden nicht dauerhaft lindert, dann können Kompressionsstrümpfe die Venen und Venenklappen in ihrer Tätigkeit unterstützen, das Blut zum Herzen zu transportieren.
  • Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung, gehen Sie schwimmen oder spazieren – das hilft dem Kreislauf auch wieder auf die Sprünge, wenn Sie sich schlapp und müde fühlen.
  • Allgemein gilt während einer Schwangerschaft: Reduzieren Sie Stressfaktoren im Alltag und planen Sie regelmäßige Ruhepausen ein.

Pflichttexte

Venostasin retard
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz) bei Erwachsenen, z. B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Ödeme.

Venostasin-Creme
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Venostasin-Gel Aescin
Wirkstoff: Aescin
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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