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Rote Flecken an den Beinen

Einfache Hautveränderung oder Hinweis für eine Erkrankung?

Rote Flecken an den Beinen können ein Hinweis auf eine Vielzahl von Erkrankungen sein, die von ganz harmloser Natur bis hin zu gefährlichen Krankheitsbildern reichen können. Zu den häufigsten Ursachen von roten Flecken an den Beinen gehören Hautausschläge unterschiedlichster Art, allergische Reaktionen, bis hin zu einer venösen Insuffizienz und sogar Entzündungen der Blutgefäße (Vaskulitis). Es daher in jedem Fall ratsam beim Auftreten dieser Flecken auf der Haut einen Arzt zu konsultieren, damit eine genaue Diagnosestellung erfolgen kann. Weitergehend ist zudem wichtig, ob die roten Punkte mit weiteren Symptomen einhergehen, die zusätzliche Hinweise für eine Erkrankung liefern können.

Hautausschlag an Ober- und Unterschenkeln

Hauterkrankungen machen sich meist sehr schnell bemerkbar. Die betroffene Stelle rötet sich, wird fleckig, juckt und schmerzt. Kleine Pickelchen oder sogar Quaddeln bilden sich heraus und die Haut ist deutlich wärmer als der Rest des Körpers. Ein Ausschlag an den Beinen kann im weiteren Verlauf auch Symptome wie Fieber, Schwitzen, Husten, Schwellungen oder gar Atembeschwerden mit sich bringen. Am häufigsten tritt ein Hautausschlag in Folge einer allergischen Reaktion auf, z. B. infolge eines Insektenstichs, dem Tragen bestimmter Kleidungsstücke, Pflege- oder Kosmetikprodukten (z. B. Sonnencreme), oder als Nebenwirkung eines Medikaments.

Im Normalfall ist es in solchen Situationen zunächst ausreichend, den möglichen Auslöser zu entfernen und die betroffenen Stellen am Bein zu kühlen, damit die unangenehmen Symptome und roten Flecken abklingen. Ist die Ursache für die Hautreaktion nicht bekannt und die Symptome verschlimmern sich, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, da auch Hauterkrankungen, Gefäßentzündungen, Infektionskrankheiten und Autoimmunerkrankungen hinter den fleckigen Hautveränderungen stecken können.

Kreisrunde, rote Flecken am Bein können auf einen Zeckenstich hinweisen

Wenn der Fleck am Bein rund ist und sich in kurzer Zeit kreisförmig ausdehnt, kann es sich auch um einen Zeckenstich handeln. Sobald es im Frühling wärmer wird, und das ist meist ab März/April der Fall, werden die Zecken wieder munter. Sollte der Verdacht auf einen Zeckenstich bestehen, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, da die Parasiten als Überträger der gefährlichen Borreliose-Erkrankung gelten und eine Infektion sicherheitshalber ärztlich ausgeschlossen oder behandelt werden muss.

Ursache für rote Flecken an den Beinen: Besenreiser und Krampfadern

Eine Venenerkrankung macht sich den meisten Betroffenen erst spät bemerkbar – obwohl sie innerlich bereits über längere Zeit im Gange ist – äußerlich zuerst entweder durch feine Adernetze oder auch ausgeprägte, geschlängelte Venen erkennbar. Es müssen jedoch nicht immer sichtbare Adern an den Beinen sein: Besenreiser und Krampfadern können sich auf der Haut der Beine auch als rote Flecken bemerkbar machen.

Ursache für rote Flecken an den Beinen: Arterielle Durchblutungsstörungen

Eine schlechte Durchblutung in den Füßen und Beinen geht häufig mit einer verzögerten Wundheilung, unangenehmem Kribbeln, Schmerzen und roten Flecken an den Beinen einher. Der Blutfluss kann durch eine Verengung oder Verstopfung der Gefäße (Embolie) gestört sein, z. B. aufgrund einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung), eines chronischen (auch als periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz: pAVK, bekannt) oder akuten Arterienverschlusses oder Entzündung in den Blutgefäßen.

Ursache für rote Flecken an den Beinen: Chronisch venöse Insuffizienz

Chronisch venöse Insuffizienz (CVI) ist eine chronische Erkrankung der Venen. Aktuell leiden in Deutschland etwa drei bis zehn Prozent aller Erwachsenen darunter. Bei einer CVI kommt es zu Wassereinlagerungen an den Knöcheln sowie Haut- und Venenveränderungen im Bereich der Unterschenkel, die sich als rote Flecken darstellen können. Grund für eine venöse Insuffizienz sind entweder verletzte, durch Erbanlage geschädigte oder gar vollends fehlende Venenklappen. Auch eine Beinvenenthrombose kann die Entstehung einer CVI und, damit einhergehend, rote Flecken an den Beinen, begünstigen. Zur Linderung der Symptome und Förderung des Bluttransports aus den Beinen zurück zum Herzen, bietet die Kompressionstherapie im Rahmen einer umfassenden Venenbehandlung an.

Rote Flecken an den Beinen aufgrund einer Vaskulitis (Gefäßentzündung)

Der Begriff Vaskulitis steht für eine ernst zu nehmende Entzündung der Blutgefäße, die wiederum zu den rheumatischen Erkrankungen zählt. Diese Form der Entzündung in den Venen kann sich dabei auf alle Blutgefäße im Körper beziehen, völlig unabhängig von dem Ort und der Größe der Venen. Damit einhergehende Beschwerden sind davon abhängig, welche Blutgefäße entzündet sind und welche Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Durch die Vielseitigkeit und die Komplexität dieser Erkrankungen ist es oftmals schwierig für den Arzt eine Vaskulitis zu diagnostizieren. Rote Flecken, oder auch scharf umrissene Punkte können hierbei ein eindeutiges Indiz sein.

Eine Vaskulitis kann mit folgenden Symptomen einhergehen:

  • Fieber
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • deutliche Gewichtsabnahme
  • taubes Gefühl in den Beinen
  • Verschlechterung des Sehvermögens

Treten diese Begleiterscheinungen auf, ist es unbedingt notwendig, einen Arzt aufzusuchen!

Wurde eine Vaskulitis vom Arzt festgestellt, muss so schnell wie möglich mit der Behandlung begonnen werden. In den meisten Fällen wird bei dem Patienten eine medikamentöse Behandlung angesetzt, die sich nach der Schwere des Organbefalls richtet.

Diagnose bei roten Flecken und Läsionen auf der Haut: Das untersucht der Arzt

Ist die Ursache für den Hautausschlag unklar, empfiehlt es sich immer, zum Arzt zu gehen. Das ist besonders dann nötig, wenn die Hautveränderungen sehr schnell, heftig und ohne erkennbaren Auslöser auftreten und von Symptomen wie Fieber, Atemnot oder Schmerzen begleitet werden. Für die Diagnose ist es wichtig, dass der Arzt eine umfassende Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) erstellt, anschließend erfolgt in den meisten Fällen eine Blutabnahme, sollte das Gespräch und die erste, oberflächliche Untersuchung der Haut keine weiteren Aufschlüsse liefern. Neben der Blutabnahme können Ultraschalluntersuchungen, Gewebeentnahmen oder Abstriche der Haut vorgenommen werden, um zur Ursache der Krankheit vorzudringen.

Rote Flecken: Weitere Ursachen und deren Symptome behandeln

Es gibt Hautkrankheiten, die auf eine Autoimmunerkrankung zurückzuführen sind - wie Schuppenflechte (Psoriasis), Knötchenflechte (Lichen ruber), eine chronische Dermatitis (Pityriasis lichenoides (PLC, PLEVA)), Neurodermitis oder Sklerodermie, die entweder nur scharf abgegrenzte Hautabschnitte, oder im weiteren Verlauf sogar die Organe verhärten kann (CS bzw. PSS). Diese müssen immer medikamentös behandelt werden. Betroffene, die an Neurodermitis oder Psoriasis leiden, profitieren von einem Klimawechsel, z. B. einem Aufenthalt am Meer (Urlaub oder Kur) oder einer zusätzlichen Phototherapie (Behandlung mit Licht). Liegt den roten Flecken eine bakterielle Infektion zugrunde, können diese mit Antibiotika behandelt werden. Auch entzündungshemmende Medikamente und Antihistaminika können verschrieben werden.

Verschreibungspflichtige Cremes, die den Juckreiz und Schmerzen lindern, bieten sich ebenfalls als Therapie an. Immunsuppresiva werden bei ernsten Autoimmunerkrankungen verschrieben, da sie die Funktion der körpereigenen Abwehrmechanismen beeinflussen und teils starke Nebenwirkungen mit sich bringen. Die Konsultation und dauerhafte Behandlung durch einen Arzt ist in einem solchen Falle unabdingbar.

Zusammengefasst: Diese Venenkrankheiten können rote Flecken an den Beinen auslösen

Das sind die häufigsten venösen Erkrankungen, die rote Flecken an den Beinen verursachen können:

Pflichttexte

Venostasin® retard
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz) bei Erwachsenen, z. B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Ödeme.

Venostasin®-Creme
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Venostasin®-Gel Aescin
Wirkstoff: Aescin
Anwendungsgebiete: Traditionelles Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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