Venenentzündung / Thrombophlebitis

Entzündete Venen und ihre Ursachen, Symptome und Behandlung

Besenreiser und Krampfadern werden von den meisten Betroffenen zunächst nur als kosmetisches Problem wahrgenommen. Diese Einstellung kann sich jedoch schnell wandeln: meist dann, wenn Schmerzen, Temperaturveränderungen oder auch Hautverfärbungen im und am Bein zutage treten. Jetzt ist Vorsicht geboten und schnelle Hilfe notwendig, denn es könnte sich dabei um eine Venenentzündung (Phlebitis) handeln.

Wichtig zu wissen: Durch eine Phlebitis kann ein Blutgerinnsel (Thrombose) im Bein entstehen. Umgekehrt kann sich aus einer Thrombose ebenfalls eine Venenentzündung der oberflächlichen Beinvenen entwickeln. In beiden Fällen kann es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen, wenn eine Thrombose im tieferliegenden Venensystem vorliegt.

Symptome und Diagnose einer Venenentzündung/Phlebitis

Venen entzünden sich, wenn der Blutrückfluss verlangsamt ist oder sich staut. Da die Veneninnenwände im Falle eines bestehenden Venenleidens (z. B. bei Krampfadern) bereits stark beansprucht sind, hat eine Venenentzündung im weiteren Krankheitsverlauf oftmals ein leichtes Spiel. Ist eine Krampfader betroffen, wird von einer sog. Varikophlebitis (Varize = Krampfader) gesprochen.

Folgende Ursachen begünstigen die Entstehung einer Phlebitis:

  • Verlangsamter oder gestauter Blutabfluss (Krampfadern, Herzschwäche, Bettlägerigkeit)
  • Erhöhte Gerinnungswerte des Blutes (nach OP oder im Wochenbett)
  • Erkrankungen, die mit Entzündungen einhergehen
  • Stark beanspruchte oder beschädigte Venenwände
  • Intravenöse Verweilkatheder

Welche Symptome treten bei einer Venenentzündung auf?

Oberflächliche Venenentzündung, die mit einer Thrombose einhergeht (Thrombophlebitis)

  • Lokale Hautrötung und Schwellung der Gefäße sowie
  • Druckempfindlichkeit / Schmerzen im betreffenden Bereich des Beines

Thrombose des tiefen Venensystems (Phlebothrombose)

  • Hautrötung bis hin zu -verfärbung und Schwellung sowie
  • Schweregefühl und Schmerzen im gesamten Bein

Oberflächliche Venenentzündungen kommen – besonders bei warmen Sommertemperaturen – recht häufig vor und können, unbehandelt, weitreichende Komplikationen mit sich führen. Betroffene, die schon einmal aufgrund einer oberflächlichen Entzündung der Venen behandelt wurden, haben ein höheres Risiko, wiederholt daran zu erkranken. Eine umfangreiche Anamnese des behandelnden Arztes ist demnach sehr wichtig, da die Gefahr einer Weiterentwicklung der Entzündung zu einer tiefen Beinvenenthrombose bis hin zu einer Lungenembolie besteht. Die Untersuchung der erkrankten Vene erfolgt mithilfe des Ultraschalls, bei Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose helfen Blutuntersuchungen, CT- oder MT-Phlebografien bei der Diagnose.

Was ist was? Die wichtigsten Begriffe auf einen Blick:

Phlebitis = Venenentzündung

Thrombophlebitis = Venenentzündung, die mit einer Thrombose im oberflächlichen Venensystem einhergeht, deutlich erkennbar von außen

Phlebothrombose = Thrombose im tieferliegenden Venensystem, Symptome werden oft relativ spät vom Patienten wahrgenommen, sofort zum Arzt (Lebensgefahr!)

Behandlungsschritte bei einer Venenentzündung

Diagnostiziert der Arzt eine Venenentzündung der oberflächlichen Venen, wird der entzündete Bereich zunächst gekühlt. Auch das Hochlagern des betroffenen Beines sowie eine Kompressionstherapie und gezielte Bewegungstherapie verschaffen Linderung.

Medizinische Maßnahmen gegen die Venenentzündung

Gegen die Schmerzen und die Entzündung in den Beinen bei einer Thrombophlebitis können entsprechende Medikamente zur Linderung oder auch Blutgerinnungshemmer eingesetzt werden. Sind Krampfadern die Auslöser der Venenentzündung, sollten diese nach Behandlung der akuten Symptome direkt behandelt werden – u. a. per Venen-OP.

Eine tiefe Venenthrombose erfordert normalerweise einen Krankenhausaufenthalt, die darauf ausgelegt ist, eine Verschlimmerung der Erkrankung, bzw. Lungenembolie zu verhindern und die Blutgerinnung zu hemmen.

Die Vorbeugung einer Venenentzündung

Wie auch bei einem Venenleiden, ist eine Entzündung der oberflächlichen oder tiefen Venen nicht grundsätzlich vermeidbar. Dennoch können Venenpatienten im jeweiligen Stadium ihrer Venenerkrankung zusätzliche Maßnahmen ergreifen, die das Risiko senken können.

Dazu gehören:

  • die rechtzeitige therapeutische oder medizinische Behandlung von Besenreisern und Krampfadern,
  • das Vermeiden von Tätigkeiten, die mit langem Sitzen oder Stehen verbunden sind,
  • eine regelmäßige Venengymnastik zur Stärkung der Venenmuskelpumpe
  • das Tragen von bequemer Beinkleidung und nicht zu engen Schuhen sowie
  • einem ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper, um das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln zu mindern.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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