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Venenerkrankungen der Frau

Hormone, Vererbung, Wasser in den Beinen, Schwangerschaften ... Sind Frauen anfälliger für Venenleiden?

Wenn es um Venenerkrankungen geht, denkt man eher an Frauen als an Männer. Das mag daran liegen, dass man die genetische Veranlagung zu einem schwachen Bindegewebe und, damit einhergehend, einem fortschreitenden Venenleiden, eher Frauen zuspricht. Zahlreiche Studien bestätigen diese Annahme: Venöse Veränderungen an den Beinen betreffen Frauen dreimal häufiger als Männer. Hormonelle Veränderungen (das weibliche Hormon Östrogen spielt hierbei eine übergeordnete Rolle) im Laufe des Monatszyklus und Lebens, die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel wie der Pille, oder auch eine bestehende Schwangerschaft spielen in die Entstehung von Venenerkrankungen hinein. Das Bindegewebe wird stärker beansprucht, die Beine fühlen sich müde und schwer an, Wasser in den Beinen (Ödeme) entstehen, Besenreiser und Krampfadern kommen um die Fußknöchel, den Unterschenkeln und Innenseite der Knie zum Vorschein. Warum ist das bei Frauen stärker ausgeprägt, als bei Männern?

Venenleiden: eine Volkskrankheit mit weiblicher Mehrheit

Die Tatsache, dass Beine, Waden, Knöchel und Füße bei Frauen weitaus häufiger anschwellen, sich müde und schwer anfühlen oder Wasser einlagern, kann mehrere Ursachen haben. Stundenlanges Stehen und Sitzen im Job, schlechte Ernährungsgewohnheiten, Gewichtszunahme und mangelnde Bewegung sind die Hauptfaktoren für schwache Venen. Viele Patientinnen haben besonders in den warmen Sommermonaten mit müden, schweren Beinen zu kämpfen. Hinzu kommt, dass Frauen zyklus- oder schwangerschaftsbedingt geradezu prädestiniert für Venenleiden sind - siehe: Ödeme in der Schwangerschaft. Und: Wer ein schwaches Bindegewebe hat oder Venen-Vorerkrankungen in der Familie vorkommen, gehört einer großen Risikogruppe an. Rund 90% der deutschen Bevölkerung leiden nachweislich unter verschiedenen Graden von Venenerkrankungen. Allerdings wird hierbei auch von Männern gesprochen. Nichtsdestotrotz sind Frauen einem grundsätzlich höheren Risiko für akute oder fortschreitende Venenerkrankungen ausgesetzt.

Östrogene: Schädigen die weiblichen Sexualhormone die Venen?

Östrogene sind im Grunde genommen die beste Freundin der Frau. Denn ohne sie gibt es keinen weiblichen Zyklus. Diese Hormonverbindung, allen voran das „Hauptöstrogen“ Östradiol, sorgt für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale, sie hemmen den Abbau von Knochenmaterial im Körper und wirken sich förderlich auf den HDL-Cholesterinspiegel und Blutfettwerte aus. Des Weiteren stimulieren sie den Kreislauf, die Regulierung der Körperwärme und die Gesundheit der Haut und Haare. Östrogene sind wichtig für einen gesunden Schwangerschaftsverlauf, eine positive Stimmung und gesunden Schlaf sowie die Konzentrationsfähigkeit. Aber: Befindet sich der Östrogenspiegel im Ungleichgewicht oder besteht gar ein Mangel, kann die positive Wirkung auch ins Gegenteil umschlagen.

  • Östrogenmangel tritt meist im Verlauf der Wechseljahre auf und äußert sich z. B. in Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Scheidentrockenheit (und Trockenheit anderer Schleimhäute), Gedächtnisschwäche, Rückbildung der weiblichen Geschlechtsorgane oder Haarausfall.
  • Bei relativem Östrogenüberschuss können folgende Symptome auftreten: Anschwellen der Brüste, Kopfschmerzen, Schmier- oder Zwischenblutungen, Scheideninfektionen, Depressionen, Restless Legs/Beinkrämpfe, starke Menstruationsblutung.

Ein Überschuss an Östrogenen im Körper kann ebenfalls die Venen beeinflussen. Dieser begünstigt leider auch die Neigung zu Wassereinlagerungen im Körper und der Bildung von Besenreiser und Krampfadern an den Beinen.

Nach der Periode ist vor den Wassereinlagerungen

Antriebslos, schlechte Laune, Migräne, Pickel, Wassereinlagerungen und allgemeines Unwohlsein – bevor die Periode anfängt, leiden viele Frauen an PMS (prämenstruelles Syndrom). Das prämenstruelle Syndrom beschreibt eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden, die bis zu zwei Wochen vor dem Eintreten der Monatsblutung einer Frau auftreten können und meist ab Beginn der Regel (dem Beginn des neuen Zyklus) aufhören. Als Auslöser der Beschwerden gelten zyklusbedingte, Hormonschwankungen des Östrogen- und Progesterongehaltes (Gelbkörperhormon) im Blut. PMS ist zwar keine Krankheit im klassischen Sinne und deshalb durch medizinische Behandlung nicht "heilbar", aber die Zeit vor dem Einsetzen der Periode bringt körperliche und seelische Krankheitssymptome mit sich, die von Frau zu Frau variieren, aber allesamt als unangenehm empfunden werden:

  • Unterleibsschmerzen
  • Spannungsgefühle in der Brust, tw. mit Schmerzen verbunden
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger
  • Verdauungsstörungen, Blähungen, Verstopfung, Verlangsamung des Stoffwechsels
  • Kopfschmerzen
  • unreine Haut
  • Rückenschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • depressive Verstimmungen (Traurigkeit, Gereiztheit)
  • Wassereinlagerungen im Körper (häufig am Bauch, sowie den Ober- und Unterschenkeln, Gefühl des „Aufgedunsenseins“)
  • Gewichtszunahme aufgrund der Wassereinlagerungen

Von den Symptomen sind rund 80% aller Frauen ab Einsetzen der Periode bis zu den Wechseljahren hin betroffen. Nach der Menopause sind mit der biologischen Fruchtbarkeitsphase auch die prämenstruellen Symptome Geschichte, wenn diese nicht z. B. mithilfe einer Hormontherapie künstlich beeinflusst oder verlängert wird.

Die Wechseljahre der Frau: Auch die Venen sind betroffen

Grundsätzlich ist es so, dass mit steigendem Alter das Risiko wächst, an einem Venenleiden zu erkranken. Die Häufigkeit von Venenbeschwerden liegt im Alter von 70 bis 79 Jahren bereits bei rund 75 Prozent. Frauen bilden hier die Mehrheit der Venenpatienten. Sofern ein Venenleiden nicht schon vor Beginn der Wechseljahre bestand, wird sich das Klimakterium nun deutlich auf die Venen auswirken. Hauptsächlich jedoch gehen mit der Abnahme der weiblichen Sexualhormone im Blut zahlreiche körperliche Veränderungen einher, die bei vielen Frauen um das 50. Lebensjahr zu Beschwerden im Alltag führen: Hitzewallungen, Schweißausbrüchen in der Nacht, unruhiger Schlaf, Stimmungsschwankungen oder eine Gewichtszunahme sind nur einige Faktoren, die den weiblichen Körper in Aufruhr bringen. In den Venen machen sich nun die familiäre Veranlagung, der bisherige Lebensstil, als auch vormalige Schwangerschaften besonders deutlich bemerkbar. Bereits vorhandene Besenreiser oder auch Krampfadern können sich verstärkt an den Beinen zeigen und auch das Risiko einer Thrombose oder Venenentzündung wächst.

Venenbeschwerden im Laufe des Lebens: Was kann frau unternehmen?

Mit fortschreitendem Alter kommt es häufig zu ernsthaften Venenerkrankungen, wie ausgeprägten Krampfadern und deren Folgeerscheinungen, wie Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen, bis hin zu schwerwiegenden Komplikationen durch Thrombosen und sogar lebensgefährlichen Lungenembolien. Es ist also wichtig, frühzeitig und gut für sich zu sorgen, damit es gar nicht erst soweit kommt. Das Risiko eines Venenleidens kann zwar nicht gänzlich aufgehalten, aber doch verlangsamt werden. Eine gesunde Lebensführung mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichender Bewegung (Ausdauersport und Venengymnastik) und regelmäßiger, medizinischer Check-ups sind für uns alle wichtig. Ob mitten im hormonellen PMS-Karussell, bei der Nutzung hormoneller Verhütungsmethoden, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren: Unsere Venen begleiten uns durch‘s Leben. Wenn wir uns besser fühlen, fördert das auch die Venengesundheit. Und davon kann frau nur profitieren.

Pflichttexte

Venostasin® retard
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz) bei Erwachsenen, z. B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Ödeme.

Venostasin®-Creme
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Venostasin®-Gel Aescin
Wirkstoff: Aescin
Anwendungsgebiete: Traditionelles Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Klinge Pharma GmbH, Bergfeldstraße 9, 83607 Holzkirchen