Venenleiden: Wenn die Venen streiken

Geschwollene Beine am Abend?
Das kann ein erstes Anzeichen für ein Venenproblem sein

Endlich Feierabend. „Erstmal die Beine hochlegen!“ Diesen Satz hört man hierzulande häufig. Viel-Sitzer und Viel-Steher, die nach einem langen Tag im Job geschwollene und müde Beine haben, sind in Deutschland nicht allein: Fast jeder Zweite kennt dieses unangenehme Gefühl nur zu gut. Oft lässt die Beinschwere nach dem Hochlegen der Beine oder auch einer Nacht wieder nach und die Schwellung ist am nächsten Morgen verschwunden. Leider handelt es sich hierbei nicht um einen Zaubertrick unseres Körpers, sondern die äußerlich sichtbare Folgeerscheinung einer Schwäche in den Venen, bzw. einen Stau der Lymphflüssigkeit im Bindegewebe. Beides sind Anzeichen eines beginnenden Venenleidens und: unabhängig vom Alter.

Welche Aufgabe haben gesunde Venen in unserem Körper?

Zunächst die Basics: Ein gesundes Venensystem vollbringt Höchstleistungen im Transport des verbrauchten, sauerstoffarmen Blutes aus dem Organen zurück zum Herzen. Das Blut wird durch Muskelkontraktion in Richtung des Herzens gepumpt, die Venenklappen nehmen die Funktion eines „Rückschlagventils“ ein und verhindern den Rückfluss des Blutes – ein Leben lang. Da kann es vorkommen, dass die Venen mit dem Älterwerden deutliche Anzeichen für eine Ermüdung zeigen, die unter anderen mit vielfältigen Beschwerden in den Beinen einhergehen. Das Auftreten dieser Ermüdungserscheinungen ist jedoch nicht auf ältere Menschen einzugrenzen; auch an jungen Erwachsenen können sich schon erste Anzeichen auf der Hautoberfläche zeigen.

Diese Erkrankungen fallen unter die Kategorie Venenleiden

  • Phlebödeme (Wassereinlagerungen im Bindegewebe)
  • Besenreiser und Krampfadern (Varizen / Varikosis)
  • Venenentzündungen
  • Thrombosen im tieferliegenden Venensystem
  • Chronisch-venöse Insuffizienz (CVI / Venenschwäche)
  • Venenwanddefekt

Je nach Symptom und Stadium der Venenerkrankung können Ödeme auch über einen längeren Zeitraum bestehen und sich über das Bein ausdehnen. Dies geht häufig mit Hautveränderungen und -verfärbungen einher (gerötet, blau-lila). Bleibt das Venenleiden unbehandelt, können sich sowohl innere Entzündungen der Venenwände, als auch Unter-schenkelgeschwüre entwickeln. Fuß- oder Wadenkrämpfe und Juckreiz an den Beinen wer-den zu den Begleiterscheinungen gezählt.

Venenklappeninsuffizienz: was passiert eigentlich in den Gefäßen?

Entstehung und Ursachen von Venenproblemen

Ein Venenleiden entsteht nicht über Nacht, sondern entwickelt sich über mehrere Jahre hinweg. Bei den Krankheitsursachen wird zwischen nicht beeinflussbaren und beeinflussbaren Faktoren für Venenleiden unterschieden.

Während die nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zum Teil auf genetischer Veranlagung, wie z. B. einer Bindegewebs- oder Venenwandschwäche oder auf Geschlecht und Alter basieren, sind die beeinflussbaren Risikofaktoren auf den jeweiligen Lebenswandel der Betroffenen zurückzuführen: Unter anderem spielen das Körpergewicht (bzw. Übergewicht), eine fehlende körperliche Aktivität und der allgemeine Zustand der Gefäßmuskulatur – besonders im Hinblick auf die Waden-/Muskelpumpe – in der Entstehung von Venenproblemen eine Rolle.

Venenschädigende Enzyme als Auslöser eines Venenleidens: Mythos oder Realität?

Eine weitere, nachgewiesene, Ursache für Venenprobleme liegt in den Venen selbst: die sogenannten „lysosomalen Enzyme“, die die Venenwände (bei bestimmten Stresssituationen wie Überdehnung der Venenwände durch Blutstauungen in den Venen) angreifen. Durch die entstandenen Lücken in der Veneninnenwand kann Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austreten, was ebenfalls die Entstehung von Besenreisern, Krampfadern und Wassereinlagerungen im Bein fördert. 

Die häufigsten Venenleiden und ihre Behandlung

Chronische Venenenklappeninsuffizienz (CVI)

  1. Bei einer chronischen Klappeninsuffizienz schließen die Venenklappen nicht mehr richtig. Häufig ist eine Bindegewebsschwäche der Auslöser für diese Funktionsstörung. Durch die verminderte Stützfunktion des Gewebes erweitert sich der Durchmesser der Venen. Infolgedessen kommt es zu einem Blutstau und Flüssigkeit tritt ins umliegende Gewebe aus (Ödem). Das Gefühl dicker, müder oder schwerer Beine entsteht und entzündliche Prozesse werden verstärkt.

    Als Standardbehandlung bei einer Klappeninsuffizienz hat sich die Behandlung mittels Kompression etabliert. Diese Therapie basiert auf der mechanischen Verringerung des Venendurchmessers durch Druck von außen. Durch diese Kompression der Venen können die Venenklappen wieder schließen.

    Mehr zum Thema Venenleiden (Venenschwäche: chronisch venöse Insuffizienz)

Venenwanddefekt

  1. Auch ein Venenwanddefekt ist als Auslöser für das Gefühl müder, schwerer Beine bekannt. Hierbei funktionieren die Venenklappen zwar, jedoch werden durch die Freisetzung lysosomaler Enzyme in den Venen im Laufe der Zeit die Veneninnenwände geschädigt. Die Folge: Flüssigkeit tritt aus den beschädigten Venen in das umliegende Gewebe aus und verursacht schmerzhafte Schwellungen und das Gefühl von "Wasser in den Beinen".

    Zur Therapie eines Venenwanddefektes hat sich die Behandlung mittels Venostasin® retard etabliert. Venostasin® retard mit dem Wirkstoff Rosskastaniensamen-Trockenextrakts verhindert die Freisetzung der schädlichen lysosomalen Enzyme. Dieser Wirkstoff schützt die Veneninnenwand, hemmt Entzündungen und trägt ebenfalls zu einem verbesserten Tonus (Spannungszustand) der Venen bei.

Bei einem Venenleiden geht es um mehr als nur Besenreiser und Krampfadern, welche lt. CEAP-Klassifikation einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium zuzuordnen sind. Werden bereits die vorhergehenden Symptome und Risikofaktoren ignoriert, nehmen die Veneninnenwände über Jahre weiteren Schaden. Sie verlieren an Spannkraft und werden schließlich anfällig für offene Entzündungen oder gar Thrombosen und Lungenembolien, die ein beträchtliches Gesundheitsrisiko darstellen. Eine frühzeitige Venendiagnostik, z. B. durch eine Venenmessung in der Apotheke oder beim Venenfacharzt (Phlebologe) informiert die Betroffenen über den Stand ihrer Venengesundheit. Im Anschluss daran kann die passende Venentherapie vom behandelnden Arzt eingeleitet werden.

Pflichttexte

Venostasin retard
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz) bei Erwachsenen, z. B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Ödeme.

Venostasin-Creme
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Venostasin-Gel Aescin
Wirkstoff: Aescin
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Klinge Pharma GmbH, Bergfeldstraße 9, 83607 Holzkirchen