Venenleiden

Wenn die Venen streiken

In einem gesunden Venensystem wird das Blut durch Muskelkontraktion herzwärts gepumpt, die Venenklappen nehmen die Funktion eines „Rückschlagventils“ ein und verhindern den Rückfluss des Blutes in die Körperperipherie. Mehr zu den Funktionen des Venensystems erfahren Sie hier.

Venenklappeninsuffizienz: was passiert eigentlich in den Gefäßen?

So entsteht eine Venenschwäche

Man unterscheidet zwischen nichtbeeinflussbaren und beeinflussbaren Faktoren für Venenleiden. Während die nicht beeinflussbaren Risikofaktoren zum Teil auf genetischer Veranlagung, wie z. B. einer Bindegewebs- oder Venenwandschwäche oder auf Geschlecht und Alter basieren, sind die beeinflussbaren Risikofaktoren auf den jeweiligen Lebenswandel zurückzuführen. Unter anderem spielen Körpergewicht, körperliche Aktivität und der Zustand der Gefäßmuskulatur – besonders im Hinblick auf die Waden-/Muskelpumpe – in der Entstehung von Venenkrankheiten eine Rolle.

Entstehung von Venenleiden

Ein Venenleiden entsteht nicht über Nacht, sondern entwickelt sich über mehrere Jahre. In Bezugnahme auf die o.g. Ursachen kann sich der Krankheitsverlauf jedoch durchaus beschleunigen. Auch in jungen Jahren können die Veneninnenwände bereits mehr oder weniger stark beschädigt sein. Dafür sorgen in erster Linie die sogenannten „lysosomalen Enzyme“, die die Venenwände (bei bestimmten Stresssituationen wie Überdehnung der Venenwände durch Blutstauungen in den Venen) angreifen. Derartige Überdehnung und Blutstauung kann durch eine unzureichende Funktionsfähigkeit der Venenklappen entstehen. Bei dieser sogenannten Klappeninsuffizienz schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, sodass es zu einem Blutstau kommt und Flüssigkeit ins umliegende Gewebe austritt. Das Gefühl dicker, müder oder schwerer Beine entsteht.

Auch durch die Venenwandschädigung verursacht von den lysosomalen Enzymen kann Flüssigkeit in das umliegende Gewebe aus den Venen austreten. Das aufgrund unzureichend funktionstüchtiger Venenklappen gestaute Blut wird nun in die oberflächlichen Venen gedrückt, die sich dadurch ebenfalls ausdehnen. Es kommt zu Besenreisern, die sich zu Krampfadern (Varizen) ausbilden können. In diesen Bereichen ist der Blutfluss verlangsamt, das Blut staut sich und Wasser wird aus dem Blutstrom in umliegendes Gewebe gedrückt – hier spricht man dann von Ödemen. Viele Venenpatienten berichten von schweren und geschwollenen Beinen, die zudem schmerzen, kribbeln oder jucken. Werden diese Symptome und Risikofaktoren ignoriert, nehmen die Veneninnenwände weiteren Schaden. Sie verlieren an Spannkraft und werden anfällig für Entzündungen bis hin zu Thrombosen.

Die häufigsten Venenleiden

  1. Bei einer Klappeninsuffizienz schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, häufig ist eine Bindegewebsschwäche der Auslöser für diese Funktionsstörung. Durch die niedrige Stützfunktion des Gewebes erweitert sich der Durchmesser der Venen. Infolgedessen kommt es zu einem Blutstau und Flüssigkeit tritt ins umliegende Gewebe aus. Das Gefühl dicker, müder oder schwerer Beine entsteht und entzündliche Prozesse werden verstärkt.

    Als Standardbehandlung bei einer Klappeninsuffizienz hat sich die Behandlung mittels Kompression etabliert. Diese Therapie basiert auf der mechanischen Verringerung des Venendurchmessers durch Druck von außen. Durch diese Kompression der Venen können die Venenklappen wieder schließen.

    Mehr zum Thema Venenleiden (Venenschwäche: chronisch venöse Insuffizienz)

  2. Auch ein Venenwanddefekt ist als Auslöser für das Gefühl müder, schwerer Beine bekannt. Hierbei funktionieren die Venenklappen zwar, jedoch werden durch die Freisetzung lysosomaler Enzyme in den Venen im Laufe der Zeit die Veneninnenwände geschädigt. Die Folge: Flüssigkeit tritt aus den beschädigten Venen in das umliegende Gewebe aus und verursacht schmerzhafte Schwellungen und das Gefühl von "Wasser in den Beinen".

    Zur Therapie eines Venenwanddefektes hat sich die Behandlung mittels Venostasin® retard etabliert. Venostasin® retard verhindert die Freisetzung der schädlichen lysosomalen Enzyme mit dem Wirkstoff des Rosskastaniensamen-Trockenextrakts. Dieser schützt die Veneninnenwand vor Angriffen, hemmt Entzündungen und trägt ebenfalls zu einem verbesserten Tonus (Spannungszustand) der Venen bei.