Symptome und Stadien von Venenerkrankungen

Vorboten einer Venenschwäche erkennen (Bonner Venenstudie)

Leiden Sie häufig unter müden und schweren Beinen? So machen sich überlastete Venen bemerkbar – auch in jungen Jahren. Von Venenleiden sind mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung (59 % der 18 bis 79-jährigen lt. der Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie / DGP) betroffen. Woran Sie die Vorboten einer Venenschwäche erkennen, ihnen vorbeugen und wie einem Fortschreiten der Krankheit begegnet werden kann, erfahren Sie hier.

Die häufigsten Symptome bei Durchblutungsstörungen in den Beinen

Venöse Erkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet und werden, besonders im Anfangsstadium (lt. CEAP-Klassifizierung), zunächst von Vielen unterschätzt. Ein Venenleiden beginnt meist harmlos, verschlechtert sich mit zunehmendem Alter in der Regel unaufhörlich. In den meisten Fällen geht das Risiko, an einer chronisch venösen Insuffizienz zu erkranken, neben einer genetischen Veranlagung auch mit einem erhöhten BMI (Body Mass Index), stehender und sitzender Tätigkeiten, Bewegungsarmut oder Rauchen einher. Eine frühzeitige Sensibilisierung ist bereits in jungen Jahren wichtig, denn erst, wenn geschwollene, schmerzende Beine häufiger auftreten und die ersten Krampfadern sichtbar sind, wächst das Bewusstsein – doch dann liegt bereits eine irreversible Schädigung der Veneninnenwände vor.

Dies sind die häufigsten Symptome für eine Erkrankung der Venen:

  • Schwere-, Schwellungs- und Spannungsgefühle in den Beinen
  • Schmerzen nach längerem Gehen und Stehen
  • Fuß- oder Wadenkrämpfe
  • Juckreiz
  • Wassereinlagerungen in den Beinen (Ödeme)
  • Unterschenkelgeschwüre und Ekzeme

Auch wenn Sie sich in nur einem Punkt dieser Auflistung wiederfinden, können Sie bereits zur Risikogruppe gehören. Machen Sie jetzt den Venostasin® Venen-Check.

Stadien einer Venenerkrankung (CEAP-Klassifikation)

Als Grundlage zur wissenschaftlichen Feststellung des Schweregrads eines Venenleidens bzw. einer chronisch venösen Insuffizienz dient die international verwendete CEAP-Klassifikation. In dieser Einteilung werden die klinischen (C), ätiologischen/ursächlichen (E), anatomischen (A) und pathophysiologischen (P) Merkmale einer Venenkrankheit individuell nach deren Diagnose bestimmt. Sieben verschiedene Ausprägungen der sichtbaren Symptome werden unterschieden:

Verlauf einer Venenerkrankung lt. CEAP

Auch wenn die Schweregrade von C0 bis C6 linear dargestellt werden, kann der Krankheitsverlauf davon abweichen. Das Stadium C3 kann zum Beispiel auch dann diagnostiziert werden, wenn beim Venenpatient zuvor keine sicht- oder tastbaren Veränderungen in Form von Besenreisern oder Krampfadern an den Beinen festgestellt werden.

Stadium C0: Keine Anzeichen einer Venenkrankheit

Keine Zeichen einer venösen Veränderung. Lt. der Bonner Venenstudie betrifft dies lediglich 14 % der männlichen und 6 % der weiblichen Probanden. Bereits ab diesem Stadium empfehlen sich vorbeugende Maßnahmen, wie z. B. die regelmäßige Venengymnastik.

Stadium C1: Besenreiser

In diesem Stadium sind bereits kleine, oberflächliche Varizen (d. .h Besenreiser, Aufweitungen feinster Hautgefäße) sichtbar und netzförmig verlaufende Krampfadern sog. "retikuläre Varizen". Letztere haben einen Durchmesser von bis zu 3 mm und verlaufen oberflächlich in der Haut. Bei 59 % der Bevölkerung treten diese ersten Symptome einer Veneninsuffizienz auf, vornehmlich an der Außen- und Vorderseite der Oberschenkel, der Außenseite der Unterschenkel sowie der Innenseite der Knie.

Stadium C2: Krampfadern (Varizen, Varikosis)

Varizen ab 3 mm Durchmesser werden diesem Stadium zugeordnet. Das Krampfaderleiden gilt hier bereits als fortgeschritten, die erweiterten Venen treten fühlbar knotig und bläulich schimmernd unter der Haut hervor. Überwiegend betroffen sind die großen oberflächlichen Bein- und Sammelvenen.

Hier erfahren Sie mehr zum Aufbau und der Funktion unseres Venensystems.

Stadium C3: Beinschwellung (Ödem)

Ab diesem Stadium wird der Begriff „Chronisch venöse Insuffizienz (CVI)“ erstmalig genutzt. Begleitet werden die sichtbaren Krampfadern von Wassereinlagerungen (Ödemen), die sich durch geschwollene Knöchel und Spannungsgefühlen in den Waden bemerkbar machen. Insgesamt leiden rund 17 % aller Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren lt. der Bonner Venenstudie an einer CVI.

Weitere Informationen zur chronisch venösen Insuffizienz.

Stadium C4: Hautveränderung

Bei ca. 3 % der erwachsenen Probanden der Bonner Venenstudie wirkt sich die Venenproblematik nun auf die Haut und das darunterliegende Gewebe der Beine aus. Infolge der gestörten Mikrozirkulation bzw. mangelnder Ernährung erscheint die Haut dünn und verhärtet und neigt zu Rissen. Da der Abbau des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) im Gewebe aufgrund der ständigen Bildung von Ödemen mit Übertritt der roten Blutkörperchen in das Gewebe gestört ist, weist die Haut zudem eine bräunlich-gelbe Pigmentierung auf.

Stadium C5: Geheiltes venöses Unterschenkelgeschwür

Das fünfte Stadium ist dann erreicht, wenn der Venenpatient in seiner Krankengeschichte aufgrund eines „offenen Beins“ (med. Ulcus cruris venosum) behandelt worden und dies bereits verheilt ist. Das Ulcus tritt meistens im Bereich der Knöchel auf und kann sich in Richtung Unterschenkel ausweiten. Eine entsprechende medizinische Betreuung ist in diesem Falle unabdingbar.

Stadium C6: Aktives Unterschenkelgeschwür, offenes Bein

In diesem Stadium ist das Ulcus cruris venosum („offenes Bein“) noch aktiv und eine ärztliche Versorgung zwingend notwendig.

Wie kann ich einer chronisch venösen Insuffizienz vorbeugen?

Um das Risiko, an einer chronisch venösen Insuffizienz zu erkranken zu reduzieren, ist in erster Linie ein gesunder Lebensstil empfehlenswert. Besonders wichtig sind ausreichende Bewegung, der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, sowie eine ausgewogene Ernährung. Regelmäßige Venengymnastik kann der Entstehung und dem Fortschreiten einer chronisch venösen Insuffizienz ebenso entgegen wirken.

Pflichttexte

Venostasin retard
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Beschwerden bei Erkrankungen der Beinvenen (chronische Veneninsuffizienz) bei Erwachsenen, z. B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz und Ödeme.

Venostasin-Creme
Wirkstoff: Rosskastaniensamen-Trockenextrakt
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Venostasin-Gel Aescin
Wirkstoff: Aescin
Anwendungsgebiete: Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei müden Beinen ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Klinge Pharma GmbH, Bergfeldstraße 9, 83607 Holzkirchen